Werbung?

Was ist Werbung und was nicht? Was musst du kennzeichnen und wie machst du das richtig? In diesem Artikel möchte ich dir erklären worauf du beim Posten von Inhalten achten musst.

Zuerst musst du wissen, dass es aktuell keine hundertprozentige Sicherheit für die bei Posten von Inhalten und Kennzeichnen oder nicht Kennzeichnen gibt.

Warum überhaupt gekennzeichnet werden muss ist eigentlich ganz einfach. Durch die Kennzeichnung sollen werbliche von redaktionellen Inhalten getrennt werden. Der Konsument soll einfach und schnell erkennen können, ob es sich um werbliche von redaktionelle Inhalte handelt.

Wo Werbung drin ist, muss Werbung dran stehen!

Eines ist natürlich sicher, wenn du Werbung machst, musst du dies auch kennzeichnen.

Werbung ist, wenn ein Werbeauftrag vorliegt. Wenn du bezahlt wirst oder eine andere Gegenleistung erhältst um einen bestimmten Inhalt zu posten. Auch wenn dir Leistungen oder Artikel kostenfrei zur Verfügung gestellt werden ist das Werbung und muss gekennzeichnet werden.

Gibst du selbst Werbung in Auftrag halte am besten in einem kurzen, schriftlichen Vertrag mit dem Influencer fest, dass dieser verpflichtet ist, die betreffenden Inhalte ordnungsgemäß zu kennzeichnen.

Auch Rabattcodes und Affiliate-Links sind Werbung und immer zu kennzeichnen.

Kontrolliert wird das Ganze durch die Landesmedienanstalten. Hier sind auch keine Probleme zu erwarten. Wenn du mal etwas nicht richtig machat, kann es sein, du bekommst Post von der jeweiligen zuständigen Landesmedienanstalt. Du wirst auf den Fehler hingewiesen und bekommst Zeit und teilweise Hilfestellung den Fehler abzustellen.

Das ist mir selbst auch schon passiert. Zwar habe ich erstmal nicht schlecht geguckt, als das Schreiben ins Haus kam. Nach einem freundlichen Telefonat konnte aber alles schnell und einfach geklärt werden und alles war wieder gut.

#werbung #anzeige

Richtig kennzeihnest du, indem du direkt zu Beginn deines Postes das Wort „WERBUNG“ oder „ANZEIGE schreibst. Zusätzlich ist der Hashtag #werbung bzw. #anzeige zu nutzen.

So weit, so klar.

Schwierig wird es, wenn kein Geld geflossen ist und kein Werbeauftrag vorliegt. Hier musst du vorsichtig sein.

Beispiel: Du postet ein Bild von dir auf dem du einen Pullover einer bestimmten Marke trägst und markierst den Account der Marke. Den Pullover hast du dir selbst gekauft.

Laut Landesmedienanstalten handelt es sich nicht um Werbung und du musst nicht kennzeichnen, wenn du es nicht besonders werblich hervorhebst.

Problem: Es gibt da noch unter anderem den „Verband sozialer Wettbewerb“ und andere Abmahnverbände. DieseVerbände versenden Abmahnungen, teilweise auch an kleine und private Accounts, wegen fehlender Werbekennzeichnung. Es wird argumentiert „alles was eine Marke ist, muss als Werbung gekennzeichnet werden.

Einfach alle Inhalte pauschal als Werbung zu markieren ist auch nicht die Lösung, da so die Trennung zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten nur noch mehr erschwert wird.

So sind die Hashtags #werbungwegenmarkierung, #werbungdamarkennennennung oder #unbezahltewerbung entstanden. Diese Hashtags sind rechtlich gesehen jedoch irrelevant, dienen nicht als Kennzeichnug und schützen im Zweifel nicht vor einer Abmahnung.

Was kannst du jetzt tun um auf der sicheren Seite zu stehen? Wie du eben gelesen hast, kann ich die Frage im Moment nicht beantworten. Du kannst nur ehrlich zu dir selbst sein und nach bestem Wissen und Gewissen kennzeichnen was zu kennzeichnen ist.

Aber der Gesetzgeber ist wohl dran, mal sehen was dabei herauskommt.

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